Die Schrittlänge und –frequenz wird bei vielen Läufern ausser Acht gelassen, obwohl denen durchaus auch eine grosse Bedeutung zukommt.
Laufgeschwindigkeit = Frequenz x Schrittlänge
Bei guten Läufern ist meist eine Frequenz von ca. 180 Schritten pro Minute zu beobachten. Bei Hobbyläufern hingegen werden oft tiefere Frequenzen beobachtet. Den Grund für den Unterschied findet man im Laufstil.
Beim Hobbyläufer wird oft ein extremer Fersenlauf beobachtet, d.h. ein gestrecktes Knie bei der Landung und damit verbunden ein nach vorne gezogener Schritt. Dadurch verlängert sich die Bodenkontaktzeit und die Frequenz sinkt.
Profis, oder gut ausgebildete Läufer weisen eine kurze Bodenkontaktzeit auf. Diese erreichen sie, indem sie einen guten Kniehub haben und dadurch den Schritt vorne verkürzen. Der Schritt wird dabei kurz vor den Körper gesetzt. Dadurch sparen diese Läufer auch an Energie, die ein Hobbyläufer für die Absorption der Aufprallkräfte und die lange Bodenkontaktzeit aufwendet.
Der gut austrainierte Läufer steigert zudem seine Schrittlänge hinter dem Körper und nicht vor dem Körper. Er hält vorne den Schritt kurz durch einen guten Kniehub und verlängert ihn hinten durch eine genügende Hüftstreckung. Man kann also sagen, dass eine Verlängerung des Schrittes nach vorne einen Bremseffekt hat, eine Verlängerung nach hinten hingegen beschleunigend wirkt. Steigern Sie also die Schrittlänge nur hinter dem Körper. Laufstilanalyse
