Allgemeine Biomechanik der unteren Extremitäten

Komplexe Bewegungen sind ein Wunderwerk der Natur, der Bewegungswissenschafter und Biomechaniker schon seit vielen Jahren auf der Spur sind. Das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern fasziniert zum einen wegen der unzähligen Möglichkeiten der Anpassung an äussere Faktoren und zum anderen wegen der Interaktion untereinander. Allein der Fuss mit seinen 28 Knochen, 33 Gelenken, 34 Muskeln, ca. 100 Bändern und über 70'000 Nervenenden ist damit eigentlich für alle Eventualitäten gerüstet und hat rein biomechanisch keine Schwachstellen aufzuweisen.

Das obere Sprunggelenk sorgt dafür, dass wir den Fuss strecken und beugen können, das untere Sprunggelenk lässt eine Einwärts- oder Auswärtsdrehung zu. Die Kombination dieser Bewegungen ermöglicht beispielsweise ein Kreisen des Fusses.

Weiter ist der Fuss hervorragend in der Lage Stösse, die beim Laufen auftreten, abzufedern durch einen natürlichen Dämpfungsmechanismus. Die passiven Strukturen des Quer- und Längsgewölbes sind wie ein Bogen aufgespannt, der unter Belastung nachgibt und somit die Stossenergie absorbiert. Im Zusammenwirken mit den aktiven Strukturen, den Muskeln, kann er ein Vielfaches des eigenen Körpergewichtes abfedern.

Das Kniegelenk ist im Gegensatz kein starres Scharniergelenk, sondern ein sogenanntes Roll-Gleit-Gelenk, das durch seinen variablen Drehpunkt die Kraftlinien verändert und somit auch zu einer Verminderung der auftretenden Belastung führt.

Hüft-, Knie-, Sprung- und die vielen kleinen Fussgelenke sorgen also gemeinsam dafür, dass Sie täglich dort ankommen wo Ihre Füsse Sie hintragen.

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