Adaptation des passiven Bewegungsapparats

Wer kennt es nicht? Am nächsten Morgen nach der letzten Joggingeinheit zwickt es in der Wade oder man hat Muskelkater. Der Körper signalisiert, dass er eine Ruhepause benötigt in der er die die Funktion der Muskulatur wieder herstellt und verbessert, um beim nächsten Mal Jogging wieder gerüstet zu sein. Diesen Effekt kann man im Allgemeinen als Training bezeichnen, da die Muskulatur nach jeder Belastungs- und Erholungsphase besser und widerstandsfähiger wird.

Das gleiche Prinzip gilt auch für den passiven Bewegungsapparat (Sehnen, Bänder, Gelenkkapseln), mit dem kleinen aber wichtigen Unterschied, dass diese Strukturen viel länger brauchen, um sich an neue Belastungen anzupassen. Das Problem hierbei ist nur, dass Bänder oder Sehnen sich nicht melden, wenn es ihnen zu viel wird. Erst wenn sie kurz vor dem Kollaps stehen, treten schmerzhafte Überlastungsbeschwerden auf, oft mit der Folge einer langen Sportpause.

Gerade Laufanfänger aber auch Läufer, nach der Winterpause oder nach einem Schuhwechsel, einem Laufstilwechsel oder dem Training auf neuem Untergrund ist deshalb geraten, gemächlich ans Werk zu gehen. Natürlich ist es schwer sich zurückzuhalten, wenn draussen endlich wieder die Sonne scheint und man lange nichts gemacht hat. Jetzt aber versäumte Trainingsstunden aufzuholen, ist der falsche Weg. Kontinuität zahlt sich letzten Endes aus und Ihr Körper wird es Ihnen mit lebenslangem Laufen danken.

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